Nach zahlreichen Rückschlägen nimmt das Konsortium nun endlich einen neuen Anlauf für die Modernisierung der Playa de Palma im beliebten Urlaubsgebiet. Am Montag, den 30. Juli stellte das zuständige Amt seinen neuen Masterplan für die Modernisierung der Playa de Palma vor. Als positiv wird gewertet, dass dabei keine Enteignungen vorgesehen sind, wie in früheren Plänen, denn das waren die Befürchtungen vieler Eigentümer gewesen. Andererseits müssen die neuen Pläne jetzt praktisch ohne öffentliche Investitionen durchgeführt werden. Ausschließlich die Einnahmen zum Beispiel aus der Vergabe von Baugenehmigungen sollen zur Investition in die Playa de Palma, dem wichtigsten Urlaubsgebiet auf Mallorca zur Verfügung stehen. Leider ist von den ursprünglich durch Madrid zugesagten Geldern im neuen Masterplan nun keine Rede mehr.
Die Vorstellung der vorläufigen Pläne, die jetzt öffentlich ausgestellt werden und Anfang des nächsten Jahres endgültig beschlossen werden sollen, sind ein erster Schritt für das Mega-Projekt neu Anlauf zu nehmen. Der letzte Masterplan für die Playa de Palma war bereits unter der Mitte-Links-Vorgängerregierung vorgestellt worden, wurde aber nach massiver Kritik, nicht zuletzt wegen der geplanten Enteignungen wieder auf Eis gelegt.
Das neue Konsortium plant nun, insgesamt 75 Hektar entgegen den ursprünglichen Plänen nun doch nicht als Bauland auszuweisen. Dafür sollen nun 70000 m² davon in Naturland umgewandelt werden. Dies wurde am selben Tag vom stellvertretenden Bürgermeister Alvarro Gijon in einer Sitzung bekannt gegeben. Stattdessen soll der Bau eines Einkaufs- und Vergügungszentrums jetzt im Gebiet von Ses Fontanelles geplant und realisiert werden. Diese Pläne hat es unter der Regierung der Volkspartei (PP) auch schon einmal gegeben, sogar genehmigt, sind dann aber wieder unter Mitte-Links gestoppt worden.
Die ursprünglich geplante Straßenbahn für die Playa de Palma, von der wir Ihnen ebenfalls schon berichteten, ist dagegen im Masterplan zunächst nicht aufgeführt, soll aber in einer zweiten Phase nicht ausgeschlossen werden, heißt es. Von einer deutlichen Reduzierung der Hotelbetten ist in den neuen Plänen jetzt auch keine Rede mehr. Stattdessen will man laut Geschäftsführer des Konsortiums Álvaro Gijón die Hoteliers unterstützen, ihre Háuser zu modernisieren und so eine höhere Zahl an Sternen zu erreichen.
